HALEBRIDGE-INFOSITE

Nachdem über die Ertrag & Sicherheit Vermögensberatung Ges.m.b.H. am 31.08.2016 das Insolvenzverfahren eröffnet worden ist, empfehlen wir dringend sämtlichen Geschädigten, uns mit der Anmeldung deren Schadensforderung im Insolvenzverfahren zu beauftragen! Dies gilt für sämtliche von E&S verursachte Schäden, insbesondere Halebridge, Shedlin, EVVE. Die Forderungsanmeldungen müssen den konkret errechneten und detailliert aufgeschlüsselten Schaden darstellen, den Inhalt einer Klage aufweisen und vor allem auch die Geltendmachung des Absonderungsrechts beinhalten – hier ist eine professionelle Umsetzung essentiell!

In den Jahren 2009/2010 wurde von der Halebridge Asset Management AG angeboten, Lebens-/Rentenversicherungen abzukaufen.

Ziel der Halebridge Asset Management AG sei – angeblich – eine Renditenoptimierung gewesen, wobei als Grundlage für die Investitionsauswahl die „Anlegergrundsätze amerikanischer und britischer Eliteuniversitäten“ herangezogen werde sollte.

Die Halebridge Asset Management AG hat sohin laufende Lebens-/Rentenversicherungen von Anlegern abgekauft und diese Lebens-/Rentenversicherungen sodann gekündigt. Das durch die Kündigung der Versicherungen von den Versicherungsanstalten an die Halebridge Asset Management AG ausbezahlte Kapital wurde von dieser sodann weiterinvestiert. Nach Ablauf einer gewissen Zeit – die Dauer hat sich nach dem gewählten Modell gerichtet – sollten die Anleger zumindest das 1,5-fache des von den Versicherungsanstalten ausbezahlten Kapitals zurückerhalten.

Beim Modell „Harvard“ wurde nach 6 Jahren das 1,5-Fache, beim Modell „Yale“ nach 8 Jahren das 1,75-Fache, beim Model „Cambridge“ nach 12 Jahren das 2,25-Fache und beim Modell „Standford“ nach 16 Jahren das 3-Fache des an die Halebridge Asset Management AG von den Versicherungsanstalten ausbezahlten Kapitals zugesichert. Darüber hinaus hat noch das Modell „Income“ bestanden, welches eine monatliche Zahlung an die Anleger vorsah.

Was die Halebridge Asset Management AG mit dem vereinnahmten Geld der Anleger durchführte, wurde (von den Vermittlern dieser „Investments“) – soweit ersichtlich – jedoch nicht kommuniziert. So wurde zB nicht nachvollziehbar dargelegt, dass die Halebridge Asset Management AG das von den Anlegern erhaltene Kapital in Form von Eigenkapital in die Kommanditbeteiligung der wealthshare Investment GmbH & Co. KG investiert. Was genau die wealthshare Investment GmbH & Co. KG mit diesem Eigenkapital jedoch anfängt bzw welche Projekte von der wealthshare Investment GmbH & Co. KG in Angriff genommen werden, wurde – soweit ersichtlich – überhaupt nicht dargelegt.

Bei der Beratung vor Zeichnung der Halebridge-Produkte wurde vielen Anlegern eben genau nicht vermittelt, dass das der Halebridge Asset Management GmbH zugeflossene Kapital tatsächlich in die wealthshare Investment GmbH & Co KG als Eigenkapital investiert wird und dass es sich sohin für die Anleger um eine unternehmerische Beteiligung (mit allen Risiken und Verpflichtungen) handelt. Aufgrund der Struktur der Beteiligung konnte es somit jederzeit zu einem Totalverlust kommen, was den meisten Anlegern nicht einmal ansatzweise bekannt war – diese dachten vielmehr, in ein nahezu risikoloses Sparprodukt zum Vermögensaufbau zu investieren, also klassisch anzusparen. Die Anleger waren – soweit bekannt – nicht über das tatsächliche Wesen des Investments aufgeklärt worden.

Im Jahre 2014 stellte sodann die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) fest, dass die Halebridge Asset Management GmbH (vormals Halebridge Asset Management AG) ein Einlagengeschäft ohne die erforderliche Erlaubnis betreibt. Der Halebridge Asset Management GmbH wurde von der BaFin sodann aufgetragen, die angenommenen Gelder unverzüglich und vollständig an die Anleger zurückzuzahlen. Bisher erfolgte eine Rückzahlung nicht, zumal laut Presseaussendung der Halebridge Asset Management GmbH die Gelder langfristig investiert sind und eine unmittelbare Auflösung nicht möglich sei. Zwischenzeitig wurde über das Vermögen der Halebridge Asset Management GmbH jedoch das Insolvenzverfahren vor dem Insolvenzgericht in Nürnberg eröffnet.

Es ist somit unwahrscheinlich, dass die Anleger ihre Gelder jemals wieder von der Halebridge Asset Management GmbH zurückerhalten werden.

Aus diesem Grund besteht für Anleger dringender Handlungsbedarf, da Vermittler dieser Investments für eine mangelnde bzw falsche Aufklärung haften.

Bisher wurden sämtliche Gerichtsverfahren erstinstanzlich gewonnen, E&S hat jedoch dagegen berufen, sodass die Urteile noch nicht rechtskräftig sind.

Die RA-Kanzlei LIKAR GmbH (Ansprechpersonen: Arno F. Likar und Walter Korschelt) vertritt bereits eine Vielzahl von geschädigten Anlegern.

Wenn auch Sie in Halebridge-Produkte investiert haben und nicht ordnungsgemäß über das Wesen dieser Veranlagung aufgeklärt worden sind, können Sie sich jederzeit bei uns melden, wobei wir nachfolgende Informationen / Unterlagen benötigen: